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Was macht einen guten E-Learning-Trainer aus?

Immer mehr Firmen nutzen E-Learning, um Mitarbeiter zu schulen oder Prozesse zu optimieren. Gleichzeitig müssen Arbeitnehmer im Zuge der Digitalisierung immer mehr Kompetenzen im Job mitbringen und bilden sich auch privat weiter. Das ist für E-Learning-Trainer eine echte Chance – vorausgesetzt, sie können gute Inhalte konzipieren.

Zwei E-Learning-Trainer sitzen vor einer Kamera

E-Learning: Was versteht man darunter?

Für den Begriff E-Learning gibt es verschiedene Definitionen. Im Wesentlichen wird damit computergestütztes Lernen bzw. das Lernen mit elektronischen oder digitalen Medien beschrieben, z.B. durch einen Online-Kurs, ein YouTube-Video oder eine digitale Lernplattform. Synonym wird oft auch der Begriff „Online lernen“ verwendet. In beiden Fällen ist meist die Möglichkeit gemeint, asynchron – also ort- und zeitunabhängig – sowie interaktiv und medienzentriert zu lernen.

Die Vorteile von E-Learning liegen klar auf der Hand: Mit E-Learning-Angeboten können komplexe Inhalte in eigenem Lerntempo erfasst und immer wieder geübt werden. Dabei ist das Wissen für beliebig viele Personen zugänglich, ohne, dass eine zusätzliche Betreuung z.B. durch einen Trainer notwendig ist. Das erhöht die Reichweite wie Effizienz und senkt die Kosten bei gleichbleibender Qualität und macht E-Learning gerade für Unternehmen oder große Zielgruppen attraktiv. Auch die Möglichkeit, viel interaktiver lernen zu können, hat eine große Bedeutung. E-Learning-Angebote bieten eine viel größere Flexibilität und Abwechslung als z.B. Präsenztrainings.

Für angehende E-Learning-Trainer eröffnet sich damit – nicht erst seit der Corona-Krise – ein großer Markt. Für einen langfristigen Erfolg ist allerdings auch die Qualität des eigenen Angebots entscheidend.

E-Learning-Trainer: Damit heben Sie sich ab

E-Learning-Angebote gibt es viele. Um sich am Trainermarkt gegenüber der Konkurrenz durchsetzen zu können, reicht es nicht, einfach stehende Inhalte zu digitalisieren oder sich vor eine Webcam zu stellen. Mit diesen Tipps werden Sie zu einem guten E-Learning-Trainer:

1. Als E-Learning-Trainer brauchen Sie das richtige Mindset

Lernen wird immer digitaler und interaktiver. Sie können aber nichts verkaufen, dass Sie selbst nicht leben. Bevor Sie ein guter E-Learning-Trainer werden, müssen Sie selbst vom Nutzen digitaler und elektronischer Angebote überzeugt sein und diese auch selbst nutzen. Nur so entwickeln Sie Ihre eigenen digitalen Kompetenzen weiter und werden auch von Ihren Kunden als Experte wahrgenommen.

2. Werden Sie kreativ mit interaktiven Lernmethoden

Für die Konzeption von E-Learning-Inhalten gibt es Hunderte von Tools – nutzen Sie sie! Das bedeutet nicht, dass Sie Ihre Teilnehmer mit interaktiven Lernangeboten überfordern sollen. Lernen Sie verschiedene Tools und deren speziellen Nutzen kennen und gestalten Sie Ihre Trainings abwechslungsreich sowie individuell auf den Kunden zugeschnitten. Bauen Sie bspw. kleine Quiz-Einheiten in eine Lerngruppe ein oder spornen Sie Ihre Teilnehmer mit einem kleinen Spiel zu Höchstleistungen an. Lernen sollte Spaß machen!

3. Didaktik: Entwickeln Sie Gespür fürs richtige Timing

Geben Sie Ihren Teilnehmern Zeit, in der digitalen Welt anzukommen. Starten Sie z.B. auf einer Lernplattform nicht gleich im ersten Modul mit den wichtigsten Informationen. Zuerst sollten Sie Lust aufs Lernen machen. Verpacken Sie Ihre Lerninhalte anschließend in kleine Lernnuggets und wiederholen Sie Wichtiges lieber einmal mehr. Auch sollte der Abstand zwischen den einzelnen E-Learnings nicht zu lang sein, so dass Ihre Teilnehmer am Ball bleiben.

4. Besorgen Sie sich die richtige Technik

Würden Sie sich ein Lernvideo mit miserabler Bildqualität und ruckelndem Ton anschauen? Ihre Teilnehmer auch nicht. Deshalb benötigen Sie als professioneller E-Learning-Trainer neben methodischen Kompetenzen auch eine hochwertige technische Ausstattung. Und mindestens genauso essentiell: Eine schnelle Internetverbindung für zügige Up- und Downloads sowie gute Softwareprogramme, mit denen Sie leicht z.B. selbst Videos erstellen können.

5. Schritt für Schritt zum Profi werden

Es ist noch kein Experte vom Himmel gefallen – auch Sie nicht. Wenn Sie gerade erst eine Ausbildung zum E-Trainer absolviert haben, präsentieren Sie sich nicht gleich als Profi. Wenn Sie die Anforderungen eines Kunden bereits beim ersten Auftrag nicht erfüllen, schaden Sie nur sich selbst und Ihrem Ruf. Bauen Sie Ihre Kompetenzen Schritt für Schritt aus und wachsen Sie mit Ihren Aufgaben.

Frau sitzt in einem E-Training auf einer Couch

E-Trainer-Ausbildung: Darauf sollten Sie achten

Sind Sie bereit für Ihre Karriere als E-Learning-Trainer? Super. Das Angebot an Weiterbildungen ist spätestens seit Corona groß. Sie sollten darauf achten, dass die gewählte Ausbildung zu Ihnen passt. Stellen Sie sich z.B. folgende Fragen:

  • Was möchte ich und in welcher Form? Interessiert Sie etwa das Thema Blended Learning, bei dem Präsenz und online miteinander verzahnt werden, oder doch eher eine Ausbildung zum E-Trainer? Schauen Sie auch, dass sich die Ausbildung in Ihren Arbeitsalltag integrieren lässt.
  • Bekomme ich am Ende ein Zertifikat, mit dem ich meine neue Expertise auch Kunden zeigen kann?
  • Ist die Weiterbildung praxisnah und befähigt mich direkt, eigene Projekte umzusetzen? Handelt es sich nur um einen Crashkurs oder habe ich genug Zeit, um mich auszuprobieren?
  • Wie groß ist die Gruppe und ist eine intensive Betreuung durch einen Trainer oder Coach gewährleistet, wenn ich Fragen habe?
  • Hat der Anbieter selbst genug Erfahrung und praktische Expertise und weiß, wovon er spricht?

Fazit: Für bestehende Trainer und Coaches lohnt sich eine Weiterbildung zum E-Trainer heutzutage auf jeden Fall. Wichtig ist, dass Sie die richtige Einstellung sowie eine Portion Kreativität mitbringen und sich mit der professionellen Technik und Online-Didaktik auseinandersetzen. Zudem sollten Sie die für sich passende Weiterbildung finden.

Wir bieten praxisnahe Ausbildungen zum Blended Learning Trainer und Online-Trainer in kleinen Gruppen an.

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